Leistung

für jeden das Richtige

Antragstellung Hauptantrag

Beachten Sie: Eine Antragstellung für einen Hauptantrag ist grundsätzlich max. 5 Wochen in die Zukunft möglich

Benötigte Unterlagen zur Antragstellung:

Für die erstmalige Beantragung von Arbeitslosengeld II benötigen Sie keinen Termin. Beachten Sie jedoch, mindestens 2 Stunden vor Dienstschluss (sh. Öffnungszeiten) vorzusprechen.

Bei der persönlichen Vorsprache wird geklärt, ob ein Leistungsanspruch Arbeitslosengeld II besteht.
Durch das Kundenbüro werden alle notwendigen persönlichen Daten von Ihnen und in Ihrer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen aufgenommen.
Anschließend wird ein Termin im Bereich Markt und Integration vereinbart. Es erfolgt die Ausgabe der Antragsunterlagen und ein Termin in der Leistungsabteilung zur Abgabe Ihrer Unterlagen.

Antragstellung Weiterbewilligungsantrag

Beachten Sie: Ein lückenloser Bezug von Arbeitslosengeld II liegt in Ihrer Verantwortung. Bitte denken Sie daran, Ihren Weiterbewilligungsantrag rechtzeitig zu stellen!

  • Nach Ablauf des letzten Bewilligungszeitraums erfolgt in der Regel ca. 8 Wochen vorher automatisch die Zusendung des Weiterbewilligungsantrags.
  • Sollte Ihnen dieser nicht per Post zugehen, wenden Sie sich bitte an Ihre Ansprechpartner/Ansprechpartnerin im Jobcenter.
  • Nach Erhalt legen Sie ihren Antrag bitte zeitnah im Jobcenter vor.
  • Sollten in der Zwischenzeit Änderungen eingetreten sein, teilen Sie diese bitte mit.

Ihren Weiterbewilligungsantrag können Sie auch online stellen über jobcenter.digital. Ihre Zugangsdaten erhalten von Ihrem Jobcenter vor Ort.

Arbeitslosengeld II

Regelleistung

Der Regelbedarf ist ein statistisch ermittelter pauschaler Wert. Er beinhaltet die Ausgaben des täglichen Bedarfs pro Person und auch Pauschalen zur Ansparung von unregelmäßig eintretenden Anschaffungen
(z.B. Kosten für Essen, Körperpflege, Strom, Kleidung, Mobilität, Elektrogeräte…).
Die Höhe ist unterschiedlich und hängt unter anderem von Familienstand und Alter ab. Der Regelbedarf wird jährlich angepasst.

Informationen zum Sozialgeld  

Aktuelles

Kosten der Unterkunft

zu den aktuellen geltenden Mietobergrenzenzu den aktuellen geltenden MietobergrenzenSoweit die Bedarfe für Unterkunft und Heizung angemessen sind, werden die tatsächlichen Kosten berücksichtigt. Die Angemessenheit ergibt sich aus den, seitens der Stadt Hof festgelegten Mietobergrenzen.

Heizkosten werden abhängig von der Anzahl der Personen im Haushalt berechnet.

zu den aktuellen geltenden Mietobergrenzen

Beachten Sie: Vor einem geplanten Umzug ist rechtzeitig vorher eine Genehmigung einzuholen.

Mehrbedarfe

Diese individuellen Bedarfe ergänzen den monatlichen pauschalen Wert des Regelbedarfs.
Mehrbedarfe werden u.a. gewährt für:

  • werdende Mütter
  • Alleinerziehende
  • Personen, die aus medizinischen Gründen eine kostenaufwändige Ernährung benötigen
  • Dezentrale Warmwassererzeugung

Einmalige Leistungen

Zu den einmaligen Leistungen zählen:

  • Erstausstattung der Wohnung einschließlich der Haushaltsgeräte
  • Erstausstattung bei Schwangerschaft und Geburt
  • Anschaffung und Reparatur orthopädischer Schuhe
  • Reparatur und Miete von therapeutischen Geräten und Ausrüstungen

Eine Bewilligung dieser Leistungen ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig.
Diese Leistungen sind gesondert bei Ihrem Jobcenter Hof Stadt zu beantragen.

Krankenversicherung

Mit der Bewilligung von Arbeitslosengeld II werden Sie in der Regel Pflichtmitglied in der von Ihnen ausgewählten gesetzlichen Krankenkasse. Bei einer privaten Krankenversicherung ist der Basistarif zu wählen. Die Kosten hierfür übernimmt das Jobcenter.

Einkommen

Sämtliche Einnahmen in Geld zählen als Einkommen.

Beachten Sie: Jegliches Einkommen ist dem Jobcenter sofort mitzuteilen.

Zum Einkommen zählen z.B.:

  • Löhne und Gehälter aus Erwerbstätigkeit
  • Einnahmen aus Selbständigkeit
  • Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld und Insolvenzgeld
  • Elterngeld, Mutterschaftsgeld, Krankengeld, Übergangsgeld
  • Kindergeld
  • Unterhalt und Unterhaltsvorschuss
  • Renten (z. Bsp. Halbwaisenrente, Witwenrente, …)
  • Berufsausbildungsbeihilfe (BAB), Bafög und Ausbildungsgeld
  • Kapital- und Zinserträge
  • Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung
  • Einmalige Einnahmen (z. Bsp. Erbschaften, Abfindungen, Weihnachtsgeld, Steuerrückerstattungen, …)

Je nach Einkommensart und Einkommenshöhe werden verschiedene Absetzungs- und Freibeträge, sowie Ausgaben vom Einkommen abgezogen.

Vom Einkommen abzusetzen sind u. a.:

  • Freibeträge bei Erwerbseinkommen 
  • darauf entfallende Steuern (z. Bsp. Lohn- und Einkommenssteuer, Kirchensteuer)
  • Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung
  • gesetzlich vorgeschriebene und angemessene private Versicherungen (z. Bsp. Kfz-Haftpflicht)
  • Beiträge für staatliche Altersvorsorge (Riester-Rente)
  • Notwendige Ausgaben (z. Bsp. Werbungskosten, Aufwendung für gesetzliche Unterhaltspflichten, …)

 

Nicht als Einkommen gelten z. Bsp.:

  • Bayerisches Familiengeld
  • Blindengeld und Gehörlosengeld
  • Pflegegeld für Angehörige
  • Grundrenten nach dem Bundesversorgungsgesetz
  • Renten und Beihilfen nach dem Bundesentschädigungsgesetz
  • Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie
  • Schmerzensgeld

Infos zu Arbeitslosengeld II - Voraussetzungen, Einkommen und Vermögen

Vermögen

Wie wirken sich Einkommen und Vermögen aus?

Nur hilfebedürftige Personen erhalten Grundsicherungsleistungen. Sie müssen zuerst eigene Mittel einsetzen, bevor Sie finanzielle Hilfe erhalten. Zu diesen Mitteln gehören Einkommen und Vermögen.

    Was stellt Vermögen dar?

    Zum Vermögen zählt alles, was Sie und die Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft besitzen und in Geld messbar ist, unabhängig davon, ob das Vermögen im Inland oder Ausland vorhanden ist. Dazu gehören u.a.:

    • Bargeld, Bank-/Bausparguthaben, Schecks, Kryptowährungen
    • Wertpapiere, wie z.B. Aktien/- und Fondsanteile, Lebens- bzw. Rentenversicherungen
    • Haus- und Grundeigentum, Eigentumswohnungen
    • Wertgegenstände
    • Kraftfahrzeuge
    • Schenkungen innerhalb der vergangenen 10 Jahre

    Das Vermögen muss auch verwertbar sein.
    Verwertbar ist Vermögen, wenn Sie es für den Lebensunterhalt verwenden bzw. nutzbar machen, und darüber frei verfügen können.

     

    Geschützte Werte:

    Verschiedene Werte gelten als geschützt und werden nicht als Vermögen berücksichtigt, müssen jedoch gegenüber dem Jobcenter angezeigt werden:

    • Die selbst genutzte Immobilie in angemessener Größe
    • Ein angemessener Hausrat
    • Für die Altersvorsorge bestimmtes Vermögen im Rahmen geltender Freibeträge
    • Ein angemessenes Kraftfahrzeug für jede erwerbsfähige Person in der Bedarfsgemeinschaft

     

    Freibeträge, die vom Vermögen abgesetzt werden können:

    • Grundfreibetrag je Person in der Bedarfsgemeinschaft in Höhe von 150 Euro pro Lebensjahr (unter Beachtung maßgebender Höchstbeträge), mindestens aber 3.100 Euro
    • Zusätzlicher Freibetrag für notwendige Anschaffungen in Höhe von 750 Euro je Person in der Bedarfsgemeinschaft
    • Altersvorsorge aus „Riester-Anlageformen“
    • Gesonderte Freibeträge, für Vermögen, das der Altersvorsorge dient.

    Zusätzliche Informationen zu dem Thema Vermögen und Freibeträge entnehmen Sie z.B. auch dem Merkblatt „Arbeitslosengeld II / Sozialgeld“ 

    Bildung und Teilhabe

    Mit den Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets sollen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen verschiedene Aktivitäten in Schule und Freizeit ermöglicht werden.

    • ein- und mehrtägige Ausflüge von Schulen, Kitas und Kindertagespflegestätten
    • Lernförderung (Nachhilfeunterricht), wenn nur dadurch das Lernziel erreicht werden kann, die Schule den Bedarf bestätigt und keine vergleichbaren, schulischen Angebote bestehen
    • Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben, wie Mitgliedsbeiträge für Sportvereine, Musikunterricht oder die Teilnahme an einer Freizeit im Rahmen von bis zu 15 Euro pro Monat oder maximal 180 Euro pro Jahr
    • Schulbedarf in Form eines Zuschusses von insgesamt 154,50 Euro pro Schuljahr

    Leistungen auf Bildung und Teilhabe werden nur auf Antrag erbracht und sind vor Inanspruchnahme zu stellen. Anträge hierfür erhalten Sie hier:

    Antrag Teilhabe kulturelles Leben Antrag - Klassenfahrt Antrag - Lernförderung Bestätigung Schule  Antrag Mittagsverpflegung

    oder im Kundenbüro des Jobcenters Hof Stadt.

    Weitere externe Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets:

    Die Zuständigkeit für Leistungen zur Schülerbeförderung obliegt dem
    Fachbereich Schulen und Sport
    Klosterstr. 3
    95028 Hof

    Zur Website der Stadt Hof